Baubereich
|
Digitalisierung Kulmbach - Teil 3Erstellungsdatum: 23.06.2007 19:57Es geht los. Wir entfernen die alte Analogtechnik des Kulmbacher Bahnhofs und ersetzen diese durch digitale Bauteile.
Den beiden Wendeschleifen werden Aufgrund der Digitalisierung jeweils ein weiteres Gleis hinzugefügt, um später noch mehr Zugbetrieb zu erreichen.
In diesem Zusammenhang wurden auch die Trennstellen mit Isolierschienenverbindern bzw. wo es nicht mehr anders möglich war mit der Trennscheibe durchtrennt.
Es wurden farbige Pläne (1:10) der Besetztmelderaufteilung, Trennstellen und Weichenbeschriftungen erstellt, um später zum Einen Fehler schneller zu erkennen und zum Anderen die Digitaladressen vom Plan ablesen zu können.
So ist es nachher einfacher die Einstellungen in der Railware Software einzutippen.
Plan des Bahnhofs Kulmbach mit Besetztmelderaufteilung, Weichennummern und den neuen 3-gleisigen Wendeschleifen
Wir haben uns mittlerweile entschieden, statt den Weichenmotoren (Conrad Artikel-Nr.: 219998 - 62), Servos mit Servodecodern vom Claus Ilchmann (S4DCC + E4) einzusetzen, da für unsere Zwecke wesentlich besser geeignet.
Nachdem die alte Verkabelung beseitigt wurde, haben wir die Servos (Robbe FS-100) für die Weichenantriebe in die Wendeschleifenmodule von oben integriert und mit einem Federstahldraht an die Weichezungen befestigt.
(Wie wir die Servos unter den Bahnhofsmodulen am Besten Unterflur anbringen müssen wir noch ausprobieren)
Anschließend wurden neben den Gleisen und Weichen Löcher gebohrt, um die Kabel für die Digitalspannung und Herzstückpolarisierung später durchzustecken.
Erst danach wurden die Servodecoder S4DCC, die Erweiterungsplatine E4 für Herzstückpolarisierung und der Besetztmelder RS-8 mit Distanzbolzen aus Kunstoff (5mm) von unten an die Module verschraubt.
ACHTUNG: Bitte zuerst die Löcher bohren und danach erst Bauteile von unten an die Module verschrauben. Sonst kann es eventuell passieren, dass sie die Platine durchlöchern 
Nach folgenden Kabelschema wird die Anlage verkabelt:- Schwarz:
Digitalspannung J - Rot:
Digitalspannung K - Orange:
Besetztmelderausgang - 2 x Dunkelblau:
Wechselspannung für Besetztmelder - 2 x Hellblau:
Wechselspannung für Weichendecoder, Signaldecoder
Für die Kabel, die komplett durch die Anlage gezogen werden müssen, verwenden wir einen Kabelquerschnitt von 1,5mm².
Für alles Andere einer Querschnitt von 0,5mm².
Da die Anlage transportabel sein muss und D-Sub Stecker für diese Leistungen nicht mehr ausreichen, verwenden wir Industriesteckverbindungen von Wago.
Das rote und schwarze Kabel für die Digitalspannung kommt vom jeweiligen Booster und wird auf die Besetztmelder RS-8 geklemmt. Das schwarze Kabel (J) wird außerdem direkt ans Gleis angeschlossen (Auf der Seite ohne Trennstellen).
Aus den Besetztmelderausgängen (insgesamt 8 pro Besetztmelder) führt jeweils ein oranges Kabel an das Gleisprofil auf der Seite mit Trennstelle.
Hier nochmals ein kleines Anschlussbeispiel. Allerdings mit einem 16-fach Besetztmelder:
Klicken um zu Vergrößern
Desweiteren müss noch die Wechselspannungsleitung (dunkelblau) für Besetztmelder, sowie die Wechselspannungsleitung (hellblau) für die Servodecoder angeschlossen werden.
Da die Kabel der Servos zu kurz sind werden diese verlängert, sodass die Servos dann an den Decoder angeschlossen werden können.
Um sämtliche Kabel unter den Modulen zu befestigen, gibt es verschiedenste Möglichkeiten (Kabelhalter, Kabelkanal). Doch die billigste ist dennoch der Tacker.
ACHTUNG: Stellen sie die Federkraft des Tackers so ein, dass die Isolierung der Kabel nicht beschädigt wird, denn sonst kann es in ungünstigsten Fällen zu Kurzschlüssen kommen! Testen sie es vorher mit einem Kabelreststück.
Die bereits beschriebenen Kabel für Digitalspannung und Wechselspannungen führen zum Wago Industriestecker und können somit mit dem nächsten Modul verbunden werden.
Doch ein wichtiges Kabel fehlt noch!? Richtig das Kabel für den RS-Bus. Dafür verwenden wir 2-poliges abgeschirmtes Profibuskabel, das mit 9-poligen D-Sub Stecker bzw. Buchsen mit Vollmetallgehäuse von Modul zu Modul verbunden wird.
Unter den Modulen befindet sich jeweils eine Abzweigdose. Diese Abzweigdose wird normalerweise für die Fernsehverkabelung mit Koaxialkabeln verwenden, eignet sich aber auch gut für Profibuskabel, wenn man die unnötige Elektronik ausschlachtet.
So kann man den Schirm des Profibuskabels einfach an die Dose anklemmen und somit hat man auch eine Abschirmung in der Dose. Innerhalb werden die beiden Drähte des RS-Buses dann mit Lüsterklemmen bzw. Verbindungsdosenklemmen verbunden.
Das Kabel, das von der Dose abzweigt, führt unter den Modulen dann auf die Besetztmelder. Der Schirm des Profibuskabels wird übrigends an den Anschluss m der Lenz LZV 100 geklemmt.
An dieser Stelle sei noch drauf hingewiesen, dass das Update 5.03 für Railware auf der Herstellerseite zum Download bereit steht. Auch hier wurden Verbesserungen sowie Neuerungen (z.B.RAILmotion Recorder) vorgenommen. Doch dazu mehr auf www.railware.com
Weitere Teile werden folgenden... |
|